Boxen

21.09. 2015

The Roots: Grundstellung

The Roots: Grundstellung

Eine gute Grundstellung im Boxen ist die erste Bedingung für einen Erfolgreichen Kampf. Sie schützt nicht nur die signifikanten Stellen des Körpers, wie Torso und Kopf, sie bietet auch dem Boxer eine effektive Stellung gegenüber dem Gegner, um Treffer zu setzten. Dabei bildet Körperspannung und Konzentration das Fundament. Bereits unzählbare Boxkämpe wurden durch eine nachlässige oder schlampige Grundstellung/Deckung entschieden. Diese Technik braucht Zeit um perfekt und sicher vollführt zu werden- doch ohne sie geht es nicht.

Zu erst einmal sind die Beine in der parallele Position zu den Schultern. Jetzt kommt es auf die eigenen Vorrausetzung an. Ist die rechte Hand meine starke, (also schreibe ich mit ihr) ist der linke Fuß ca.20cm zum Gegner zu platzieren, sodass die Fußspitze auf den Gegner zeigt. Bei einer Linksauslage anders ist es herum.

Tipp: Beide Füße parallel, direkt nebeneinander; den rechten Fuß 90 Grad nach außen drehen, dann auf den Fußballen den Fuß zurück drehen.

Nun werden die Ellbogen in die Seite platziert, damit ein Schutz für die Inneren Organe (z.B. Leber) besteht. Dann werden die Hände zur Faust geballt und an die Schläfen platziert. Hierbei kommt es auf die Erfahrung und Selbstvertrauen des Boxers an. Ist der Boxer bereits vertraut mit einigen Techniken und verfügt über Erfahrung mit dem Sport, so ist zu empfehlen die Linke Hand ca.15cm vor dem Kopf zu halten. Dies bietet mehr Flexibilität. Bei einem Rechtshänder ist die Linke Hand die so genannte ,, Führhand“. Sie ,,führt“ den Gegner und bereit ihn für seine rechte Hand vor, die ,,Schlaghand“. Sie ist, wie bereits der Name vermutet lässt für effektive, harte Schläge vorgesehen. Um die Deckung Perfekt zu machen, sind die Schulter anzuziehen. Der Blick geht dabei zum Gegner, durch die eigene Deckung.

Des Weiteren, ist eine gute Fußarbeit Sieg entscheidend. So geht man als Linksausleger (Rechte Hand = Schlaghand) in der Regel, gegen den Uhrzeigersinn um den Gegner herum, um nicht in seine Schlaghand hinein zu laufen. Doch aufgepasst, um nicht über seine eigenen Beine zu stolpern geht der erste Schritt mit den Fuß in die Richtung in die man schreiten will, als erstes dahin. Vorwärts, Rückwärts, Links oder Recht. Hierbei ist es keine Schande, wenn man es nicht auf Anhieb schafft. Man muss sozusagen, erneut das Laufen lernen. Außerdem ist es bei der gesamten Grundstellung wichtig, dass man eine feste Körperspannung hält. Jedoch sollte man immer beweglich und locker in den Beinen bleiben. So wird man ein wendiger, umfangreicher und klarer Boxer. Diese Regel gilt ebenfalls für den Oberkörper. Es ist sehr wichtig eine gute Körperspannung vorzuzeigen, jedoch sollte man immer spontan und schnell in der Lage sein, die Schläge des Gegners abzuwehren zu können oder auszuweichen.

Die Grundstellung wird berechtigt als Lebensversicherung bezeichnet und immer wieder im Training wiederholt. Sie bietet dem Boxer Schutz und verhilft ihm zu einem Angriff.

Nico Totzek

 


 


29.06. 2015

Der Effekt von Boxen

Der Effekt von Boxen

Der Effekt von Boxen


„Da haut man sich ja nur auf die Nase und wird dumm!“ All diese Stimmen standen noch nie im Ring und geben nach 20 Sekunden seilspringen auf. Um den Irrglauben des unterbelichteten Boxers entgegenzuwirken folgen einige wahre Effekte des Boxsports.

Boxen befreit, sowie viele Sportarten. Doch Boxen befreit anders. Es befreit deine Ängste, dein Kummer, vom allem was am Tag schief gelaufen ist oder was zu dir gesagt wurde. Die Gedanken die dich jeden Tag plagen schlägst du alle in den Sandsack und wirst sie los. Doch das Leben ist eisenhart und die Seele ist nicht nach 90 Minuten schweißtreibendem Trainings dauerhaft entlastet. Deswegen gibt es die Chance dreimal die Woche, all diese Last abzuwerfen.    

Du musst es nur wollen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Genau darauf kommt es im Boxsport an, es zu wollen, egal wie. Auch wenn die Luft weg ist oder die Arme wehtun, trotzdem alles mit durchzuziehen und niemals aufzugeben. Somit stimmt einer der Lieblingssätze der Trainer: ,,no pain, no gain!“ Doch die Befreiung der Sorgen ist nur ein Effekt, welches der Boxsport mit sich bringt. Mit kontinuierlichem Training steigt das Selbstvertrauen rapide. Situationen im Alltäglichem Leben, die einem Angst bereitet haben, steht man deutlich gelassener gegenüber. Das alleinige Wissen nicht hilflos dazustehen hebt das Selbstvertrauen enorm. Diese Entwicklung ist bei einigen Boxern des SCI zu bemerken. Aus dem einst schüchternen Teenager, wird ein zum gestandener junger Mensch, der hin und wieder von den Trainern in seine Schranken zurück gewiesen werden muss. Was auch gut so ist.

Boxen befreit nicht nur und lehr Selbstvertrauen, auch Bescheidenheit und Fairness gehören zum Training dazu. Das bedeutet, dass man nie mit einem selbst zufrieden sein darf und Treffer auch mal einstecken muss. Nach dem Sparring klatscht man sich ab, geht in die Ringecke, analysiert den Gegner, fokussiert sich, atmet durch und steigt wieder ein. Ehrgeiz und Wille sind das A und O im Boxen. Somit ist Boxen die beste Medizin für die alltäglichen Probleme.

Nebenbei tut man auch etwas Gutes für seinen Körper und seine Gesundheit. Wenn man dreimal in der Woche jedes Training zu 100% durchzieht, lassen die Effekte nicht lange auf sich warten. Selbstverständlich bei richtiger Ernährung. Des Weiteren wird niemand gezwungen in den Ring zu gehen, dieser Wille kommt irgendwann von ganz allein. Folge dessen ist es optional sich den Treffern der anderen Boxern auszusetzen. Doch irgendwann kribbelt es in jedem Handschuh und man wird neugierig und letztendlich ehrgeizig.

All diese Einstellungen leben zwei äußerst kompetente und freundliche Trainer mit Leidenschaft vor.

Somit sollte jeder in den Genuss eines freien Kopfes und stählernen Körpers kommen und die heiligen Hallen des SCI Boxen besuchen, damit solche Irrtümer nicht weiter verbreitet werden. Frei nach dem Motto: Boxen macht nicht nur schön sondern auch schlau!

Nico Totzek


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


29.06. 2015

Den Moment verewigen

Den Moment verewigen

    Den Moment verewigen

Mit kreativer Neugier macht sich Mark Adler, unter besonderer Nutzung des Lichts, ein ganz eigenes Bild des Moments. Ein Glückfall für die Abteilung , dass er seine Kompetenz und Verlässlichkeit als Fotograf mit einbringt. Immer mal wieder, nimmt er sich bei Training raus und bannt Eindrücke aus dem Training für uns in Bildern. Seit einem Jahr dabei, ist es sein Ziel in den Wettkampfkader aufgenommen zu werden. Dieses verfolgt er konsequent, fleißig und diszipliniert. So wird er sicherlich erfolgreich in den Ring steigen und sich auch dieser Herausforderung stellen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



12.05. 2015

Im Ring - eine Herausforderung

Im Ring - eine Herausforderung

„Wer boxt, kann getroffen werden“ 


Im Boxring geht es zu wie im wahren Leben. Der Boxer hat genauso Angst vor einem Treffer wie ein Mensch im Alltag. Der Boxer lernt aber sich der Angst zu stellen. Boxen ist nicht einfach nur Boxen.

In unübersichtlichen Situationen Gelassenheit üben

Aber muss man diese Lektion ausgerechnet beim Boxen lernen? Im Ring befindet man sich in einer Extremsituation - die nicht so leicht vergessen wird. Wenn die Nerven aufs Äußerste gespannt sind, die Angst einen zu übermannen droht, wenn ein notorisch Ängstlicher seine Angst überwindet, ein jähzornig Unbeherrschter seinen Zorn kanalisiert, ein blind Aggressiver seine Aggression in den Griff bekommt und in eine vernünftige Richtung lenkt, gräbt sich diese Erfahrung tief in das Gedächtnis und vielleicht sogar ins Unbewusste ein. „Die Weisheit unserer körperlichen Erfahrung ist eine andere als die Weisheit unseres rationalen Wissens“.

Was man lernt im Ring?

Zum Beispiel die Kunst, in unübersichtlichen Situationen Gelassenheit zu üben und im unkontrollierbaren Chaos sein inneres Lot zu finden. Beim Boxen leben Persönlichkeitsanteile in uns auf, die sonst nicht zur Entfaltung kommen können. Insofern ist jede Runde im Boxring eine Runde Selbsterfahrung.

„Dort, wo die Angst ist, dort entwickelst du dich.“


von links Valerij Synelnikv (DRS) gegen Christop Wagner (SC Itzehoe)

"Wer sich der Herforderung Ring stellt, stellt sich jeder Herausforderung!"




11.05. 2015

Boxtraining

Boxtraining

In der Abteilung Boxen des SCI kann jeder, der Lust hat, den Boxsport erlernen und trainieren.

Ab dem 12. Lebensjahr und bis ins hohe Alter kann bei uns Sport betrieben werden - ob als Fitnesssport, als Breitensport oder als Leistungssport. Bei uns findet jeder was er möchte. Gezwungen wird niemand. Freude am Training, auch wenn es mal anstrengend wird ist uns sehr wichtig. Seine persönlichen Ziele zu erreichen, seinen eigenen Weg zu gestalten oder einfach den Kopf freibekommen. Das Gefühl nach dem sehr harten Training, wenn die Glückshormone einen überfluten und man sich einfach nur gut fühlt.    "Bei uns bekommst Du es Richtig!"  

Der Boxsport erfuhr Anfang der Neunziger durch Henry Maske, Axel Schulz, Mike Tyson und andere ein erstes gesellschaftliches Comeback. Durch Sportler/innen wie z.B. Regina Halmich oder die Klitschko Brüder sowie eine immer beliebter werdende Fitnessbewegung wurde das Boxen endgültig gesellschaftsfähig und hat seinen Platz als “Breitensportart” gefunden. In den letzten Jahren hat sich das Boxen sogar als Trendsport etabliert. Boxen eine der wenigen Sportarten, in der alle wichtigen Bestandteile des modernen Fitnesstrainings ausgebildet werden:

Kraft, Ausdauer, Schnellkraft, Koordination, Reaktionsvermögen, Technik, Taktik

Regelmäßiges Boxtraining bildet Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein, Willenskraft, Mut, Fairness – schlicht die gesamte Persönlichkeit aus und wird von Managern wie auch von Psychologen längst als vielfältige Präventionsmaßnahme genutzt.

Boxen beinhaltet: Gesunde Gymnastik und Stretching/Dehnung. Verbesserung von Kondition, Konzentration und Beanspruchung aller Muskelgruppen. Respekt vor anderen und deren Leistung. Gemeinschaft erleben, durch gemeinsames hartes Training. Es verbindet, wenn man zusammen bis an seine Grenze der Leistungsfähigkeit geht.

Der begrenzte Trainingskampf (Sparring) ist eine Möglichkeit, eine Herausforderung als etwas Positives zu erfahren, die eigene Kraft und die des Anderen zu spüren, sich mit ganzer Kraft und Gewandtheit, jedoch in Achtsamkeit miteinander zu messen. Eigene Grenzen zu erfahren und gemeinsam an diesen Grenzen zu wachsen. Im fairen Kampf den Angriffen seines Mitkämpfers zu widerstehen, verändert positiv die Einstellung zu sich selbst und die (Körper-) Haltung gegenüber dem Umfeld.


Boxer beim Sparring: